1. Newsroom
  2. Politische Ungewissheit lastet auf gelbem Edelmetall
Menu
Analysen 15.03.2018

Politische Ungewissheit lastet auf gelbem Edelmetall

Politische Ungewissheit lastet auf gelbem Edelmetall

Ende vergangener Woche erlitt der Goldpreis einen Rückgang, als die geopolitischen Spannungen in Bezug auf den globalen Handel abzuflauen schienen. Anlass dafür war Präsident Trumps Ankündigung, dass Verbündete wie Kanada und Mexiko von den umstrittenen Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren ausgenommen seien.


Zur selben Zeit erstarkte der US-Dollar infolge der Nachricht, dass der nordkoreanische Präsident Kim Jong Un und Donald Trump bis Mai ein Treffen planten und Kim Jong Un dafür versprach, nukleare Raketen- und Waffentests auszusetzen.

Die jüngste Sitzung der europäischen Zentralbank fiel für das Gold ebenfalls belastend aus. Zwar beschloss die EZB die Beibehaltung der Leitzinsen und Weiterführung des QE-Programms, hob aber die Möglichkeit zur Ausweitung der Anleihenkäufe auf. Der Tonfall blieb vorsichtig und sie erklärte, dass sie die Entwicklung des Euro genau mitverfolgen und gegebenenfalls ihre Politik anpassen werde. Eine Aufwertung der Einheitswährung würde das Inflationsszenario massgeblich beeinflussen und die Währungshüterin zu einer Änderung ihrer Forward Guidance bezüglich der Zinspolitik veranlassen.

Derweil behinderten die Erwartungen höherer Zinsen in den USA, der Anstieg der Anleiherenditen auf ein neues Vierjahreshoch Ende Februar und insbesondere die jüngste kräftige Steigerung in der Zahl neu geschaffener Stellen (ausserhalb der Landwirtschaft) den Goldpreis. Die aggressivere Kommunikation von Fed-Chef Powell am 27.

Februar zu Wirtschaftswachstum und Inflationsentwicklung und das Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses vom 30-31. Januar zeigten, dass die Zentralbankmitglieder in Bezug auf die Notwendigkeit weiterer Zinsanhebungen zuversichtlich sind.

Mehr und mehr Marktteilnehmer rechnen mit der Möglichkeit einer vierten Erhöhung der Zinssätze durch die Fed in diesem Jahr anstelle der bislang veranschlagten drei und zwar bereits im Anschluss an die kommende Sitzung des Offenmarktausschusses am 21. März. Die Fed-Fund-Futures haben aber vorerst nur drei Zinsschritte eingepreist.

Aus all diesen Gründen rechnen wir damit, dass sich der Goldpreis weiter innerhalb einer Bandbreite um die 1’300 US-Dollar bewegen wird.

UBP Markteinblicke

POLLINI_Nevine_UBP_72dpi-0628.jpg

Névine Pollini
Senior commodity analyst

Newsletter

Sign up to receive UBP’s latest news & investment insights directly in your inbox

Click and enter your email address to subscribe

Meistgelesene News

Analysen 15.10.2018

Global Equities: P/E de-rating in progress

Spotlight - The broad-based sell-off in global equities has fully retraced the gains made from February 2018’s lows. Even world beating technology shares have fully given up the 8% gains seen over the summer.

Analysen 17.10.2018

Impact investing - Creating the future now

The role of impact investing is to strive to solve the world’s most pressing problems by identifying compelling long-term investments.
Analysen 08.10.2018

The latest on the oil market

September saw WTI oil prices drop 4% during the first week of the month before rallying almost 12% to reach USD 75 per barrel at the beginning of October. The rally came as investors have been gauging OPEC’s ability to replace falling Iranian exports and declining Venezuelan production.


Auch lesenswert

Analysen 18.01.2019

Looking forward from 4Q18 volatility

Spotlight - Investors should expect overall returns to be modest and characterised by recurring bouts of 4Q18-style volatility across markets.

Analysen 09.01.2019

Emerging Market Fixed Income – 2019 Outlook

After a market sell-off in 2018, we believe that emerging market (EM) fixed income should perform better in 2019, thanks to sound fundamentals, reduced political risk and more favourable technicals and valuations.

Analysen 13.12.2018

UBP Ausblick 2019

Uneinheitliche Konjunkturentwicklungen – Chancen und Risiken für Anleger