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Nachhaltigkeit umsetzen

Die Umwelt schützen

Die Umwelt schützen

Als Finanzakteure betrachten wir es als unsere Verantwortung und verfügen zugleich über viele Möglichkeiten, um die weltweiten Bemühungen bei der Bewältigung von Umweltproblemen mithilfe unserer Anlageentscheidungen zu unterstützen. Gleichzeitig wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und den ökologischen Fussabdruck unserer eigenen Betriebstätigkeit verwalten.


Den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft unterstützen

Ob Überschwemmungen, Stürme, Dürren oder Waldbrände, die Folgen des Klimawandels sind nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Weltwirtschaft besorgniserregend, braucht diese doch einen gesunden Planeten und seine Ressourcen, um zu funktionieren. Beschädigte Infrastrukturen, unterbrochene Wertschöpfungsketten und volatile Rohstoffpreise sind signifikante ökonomische Risiken, zu denen sich noch regulatorische, juristische und andere Risiken gesellen, die mit dem Übergang zu einer kohlenstoffneutralen Wirtschaft einhergehen.

Die Identifizierung und Verwaltung der von Investitionen verursachten Klimarisiken und Gelegenheiten ist eine wichtige Komponente der finanziellen Wertentwicklung. Gleichzeitig erfordert die Umsetzung der Ziele des Pariser Abkommens weitreichende Veränderungen in allen Wirtschaftssektoren. Als Finanzintermediäre können wir eine wichtige Rolle bei der Umwandlung der Wirtschaft spielen. Indem wir Kapital in nachhaltige Anlagelösungen lenken, setzen wir den wirksamsten Hebel ein, um Veränderungen zu bewirken.

Damit wir die Kohlenstoffemissionen unserer Portfolioinvestitionen reduzieren können, messen wir für alle intern gemanagten, in Luxemburg, Frankreich oder der Schweiz eingetragenen Long-Only- Aktien- und Anleihefonds die gewichtete durchschnittliche Kohlenstoffintensität. Wir wenden dieselbe Methode für alle in Staats- und Unternehmensanleihen sowie in Aktien investierten Verwaltungsmandate an. Mit unserem Produktangebot, besonders mit unseren nachhaltigen und Impact-Produkten, wollen wir die Bemühungen zur Bildung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft unterstützen.

Wir engagieren uns zudem in der Bekämpfung des Klimawandels und der Umsetzung der Ziele des Pariser Abkommen, d.h. der Begrenzung der globalen Erwärmung weit unter 2° verglichen zur vorindustriellen Zeit. Mit diesem Ziel vor Augen beschloss die UBP die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) umzusetzen und veröffentlichte ihren ersten jährlichen TCFD-Bericht in 2021. Die Niederlassung UBP Asset Management (Europe) S.A. trat 2021 der Investor Group on Climate Change (IIGCC) sowie der Net Zero Asset Managers initiative bei. Ein Jahr später unterzeichnete die UBP auch das CDP (ehemals Carbon Disclosure Project).

Von kohlenstoffneutral zu naturfördernd

Wir anerkennen die Notwendigkeit, neben der Klimakrise die weltweit grössten Umweltprobleme in Angriff zu nehmen. Mehr als die Hälfte des globalen BIP – das entspricht USD 44 Billionen – ist von der Natur oder von Ökosystemdienstleistungen abhängig. Der Verlust der Biodiversität ist nicht nur eine Umwelt- sondern auch eine Wirtschaftskrise. Ob in der Landwirtschaft, der Lebensmittelproduktion, der Pharmazeutik, im Baugewerbe, der Modebranche oder im Tourismus, die Unternehmen benötigen entweder Ressourcen oder Ökosystemdienstleistungen wie sauberes Wasser, gesunde Böden oder die Pflanzenbestäubung. Die Natur stellt uns diese Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung. 

Der Verlust der Artenvielfalt schreitet aber in besorgniserregendem Tempo voran, denn Klimawandel, Umweltverschmutzung, veränderte Bodennutzung und Übernutzung von natürlichen Ressourcen sind für Bodendegradation und das Aussterben von Pflanzen- und Tierarten verantwortlich. Die Folgen davon sind konkrete Schäden wie nicht planbare oder niedrigere Ernten, aber auch Reputationsrisiken sowie Risiken, die sich aus potenziellen Rechtsstreitigkeiten und bei der Umstrukturierung von Unternehmen ergeben können. 

Die Klimakrise hat für Unternehmen, die zur Lösung dieses dringenden Problems beitragen können, Wachstumsmöglichkeiten eröffnet. Unflexible Unternehmen, die sich nicht anzupassen vermögen, sind dagegen mit Transformationsrisiken konfrontiert. Auf ähnliche Weise werden der Schutz und die Wiederherstellung der Biodiversität, die zurzeit an Fahrt gewinnen, innovativen Unternehmen neue Gelegenheiten eröffnen. Auf unserem Know-how im Bereich Impact-Investing aufbauend, legten wir kürzlich einen Biodiversitätsfonds auf, der eine frühzeitige Beteiligung an diesem künftigen Wachstumstrend mit positiver Wirkung ermöglicht.

Wir arbeiten mit verschiedenen Stakeholdern zusammen, um den Kenntnisstand und die Unterstützung von naturfördernden Geschäftsmodellen auszubauen. Zu diesen zählen die Investment Leaders Group des Cambridge Institute for Sustainability Leadership (CISL) und die UNPRI Investor Working Group on Sustainable Palm Oil. Ausserdem ist die Bank Mitglied des Task Force on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) Forums. 

Den ökologischen Fussabdruck der UBP reduzieren

Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft erfordert die Beteiligung aller Mitglieder einer Gesellschaft. Deshalb strebt auch die Bank danach, den ökologischen Fussabdruck ihrer eigenen Betriebstätigkeit zu senken. Wir verpflichten uns, den CO2-Ausstoss, der von Scope 1-, 2- und 3-Emissionen verursacht wird, bis 2025 verglichen zum Wert im Jahr 2019 um 25% zu reduzieren. 

  • Scope 1-Emissionen sind direkte Emissionen von Unternehmensstandorten sowie diffuse Emissionen von Gebäuden im Besitz der UBP bzw., die von ihr kontrolliert werden.
  • Scope 2-Emissionen sind indirekte Emissionen aus bezogener Energie (z.B. Strom und Heizung). 
  • Scope 3-Emissionen sind indirekte Emissionen aus anderen Quellen, z.B. aus bezogenen Gütern und Dienstleistungen, Geschäftsreisen, dem Pendeln von Mitarbeitenden und der vom Geschäftsbetrieb verursachte Abfall (nur Emissionen aus eigenem Geschäftsbetrieb ohne jene aus der Kategorie 15 des GHG-Protocol).

«Als verantwortungsvolles Unternehmen sind wir uns der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt bewusst und fokussieren uns auf die Verwaltung unserer ökologischen Bilanz.»
 

Stephan Zilker, COO Zurich und Head of General Services

Neben der Umstellung auf erneuerbare Energien ist die Reduktion unseres Stromverbrauchs die beste Methode, um den ökologischen Fussabdruck unserer Geschäftstätigkeit zu vermindern. Die Verbesserung der Energieeffizienz unserer Gebäude , erneuerbare Energiequellen und LED-Beleuchtung bilden die Grundlage unserer Strategie zur Reduktion unserer Emissionen.

Zur Umsetzung dieses Ziels haben wir in Genf ein ehrgeiziges, über 10 Jahre angelegtes Programm zur Renovation mehrerer Bürogebäude in die Wege eingeleitet, um ihre Energieeffizienz zu verbessern. Ausserdem erhöhen wir den Anteil erneuerbarer Energien an allen Standorten.

Die Verwaltung unserer Scope-3-Emissionen ist ein ebenso wichtiges Anliegen. Deshalb implementieren wir eine Reihe von Massnahmen, die auf spezifische Emissionsursachen abzielen: Geschäftsreisen, Pendeln zum Arbeitsplatz, Abfall sowie der Bezug von Dienstleistungen und Gütern bei Drittanbietern. Dazu hat die Bank eine Überarbeitung der Richtlinien für Geschäftsreisen vorgenommen und Einschränkungen – besonders von Flugreisen – beschlossen, während für Übernachtungen umweltfreundliche Hotels bevorzugt werden. Um den Papierverbrauch zu senken, wurden verschiedene Abläufe in der Administration, Buchhaltung und im Einkauf vollständig digitalisiert.

Neben der kontinuierlichen Reduktion unseres ökologischen Fussabdrucks kompensieren wir seit 2020 die restlichen Emissionen auf Konzernebene über unsere Partnerschaft mit myclimate, eine weltweit führende Organisation in der CO2-Kompensation

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