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Hedgefonds steht eine neue Ära bevor. Das neue Marktregime mit steigenden Zinsen und der Rückkehr der Inflation hat die jahrelange Desinflation abgelöst. Dies führt zu grösseren Differenzen innerhalb der Sektoren und zwischen den verschiedenen Anlageklassen. Die UBP gehört zu den Pionieren der Hedgefonds-Sparte wie sich an ihrem Leistungsausweis, einen der längsten der Branche, erkennen lässt. Dank unserem Team von 25 dedizierten Experten sind wir heute einer der wichtigsten europäischen Akteure. Wir sind der Auffassung, dass es an der Zeit ist, Hedgefonds wieder in die Portfolios aufzunehmen.


Alles in Allem weisen Hedgefonds-Strategien eine begrenzte Korrelation zu den traditionellen Aktien- und Anleihemärkten auf. Der Grund dafür ist, dass über den Kauf von unterbewerteten Titeln und über Leerverkauf von ähnlichen, aber überbewerteten Titeln eine Absicherung eingegangen wird. Sobald sich die Bewertungsdifferenz verkleinert können die Anleger ihre Gewinne mitnehmen.

Die Rückkehr der Fundamentaldaten

Wenn die Fundamentaldaten die Finanzmarktentwicklung  massgeblich beeinflussen, sich grosse Unterschiede zwischen Wertschriften, Unternehmen und Sektoren ergeben und die Volatilität nicht allzu hoch ist, dann sind dies die besten Bedingungen für alternative Strategien mit aktivem Ansatz. Einige Strategien können auch grosse Verwerfungen nutzen.

 Herrscht dagegen wenig oder keine Volatilität, greifen sowohl Zentralbanken als auch Regierungen in den Markt ein und sind die Zinsen über einen längeren Zeitraum niedrig, dann ergeben sich keine interessanten Gelegenheiten für Hedgefonds. Genau dies war in den Jahren zwischen 2008 und 2020 der Fall, als Hedgefonds schlechter als Aktien abschnitten und die erzielten Erträgen gerade knapp mit denen für Staatsanleihen gleichauf lagen. Alternative Strategien boten zwar Diversifikation, aber ihr Risiko-Ertragsprofil fiel relativ ungünstig aus.

Sektor hat Reifestadium erreicht

In diesen schwierigen Jahren ist der Branche ausgereift. Mit dem Ziel, die Transparenz und Eigenverantwortung von Hedgefonds zu verbessern, griffen die Behörden regulierend ein. Als Folge der strikteren Bestimmungen und grösseren operativen und finanziellen Hürden, brach die Zahl neuer Auflegungen mit niedrigem Fondsvermögen ein. Ausserdem wurde es dank dem UCITS-Regelwerk für die Anleger einfacher, eine Ausrichtung ihrer Portfolios auf liquidere Hedgefonds vorzunehmen.

Vielversprechende Aussichten

Seit der zweiten Jahreshälfte 2021 haben sich die Bedingungen an den Finanzmärkten radikal geändert. Sowohl die Aktien- als auch die Anleihemärkte haben infolge der steigenden Inflation und höheren Zinsen eine Neubewertung durchlaufen. Bislang günstig bewertete Titel zogen wieder an, während überbewertete einen Rückgang erlitten. Das Ende der akkommodierenden Geldpolitik, die Rückkehr der Volatilität und die Angst vor einer heftigen wirtschaftlichen Verlangsamung haben Bedingungen geschaffen, die es den Märkten ermöglichen, das Risiko wieder richtig einzuschätzen. Dazu kommen noch eine weltweit instabile Situation und ein langfristiger Deglobalisierungstrend. In diesem neuen Umfeld kommt die Analyse der Fundamentaldaten an erster Stelle, wenn es gilt, die Überlebenschancen von Unternehmen zu erörtern. Die Schere zwischen Gewinnern und Verlierern öffnet sich wieder und steigert die Möglichkeiten für Manager von vielschichtigen Strategien. Das Blatt hat sich zugunsten der Hedgefonds gewendet.

Im Zentrum steht der Auswahlprozess

Der Auswahlprozess ist ein zentraler Aspekt von Hedgefonds-Anlagen. Die breitgefächerte Palette an Strategien und Formaten, die sich über alle möglichen Anlageklassen und Regionen erstrecken, können je nach Portfolio eine jeweils andere Funktion einnehmen. Innerhalb einer gleichen Strategie kann es daher je nach Manager zu einer bedeutenden Streuung der erzielten Wertentwicklung kommen. Einige Strategien sind zurzeit bessert das Marktregime erfolgreich zu nutzen.

Anlagechancen in vier Strategien

  • Global Macro: 2022 war ein sehr gutes Jahr für Global-Macro-Strategien, die überdurchschnittliche Erträge erzielten. Für 2023 gehen wir davon aus, dass sich die Erträge wieder ihrem langfristigen Durchschnitt annähern werden, zugleich aber interessant bleiben und sich Dekorrelationsvorteile ergeben werden. Dank höheren Zinsen auf Barbeständen und steigenden Renditen für festverzinsliche Wertschriften dürften Carrytransaktionen einen wichtigen Anteil an der Wertentwicklung haben. Da sich die Volkswirtschaften weltweit in einem unterschiedlichen Stadium ihres Kreditzyklus befinden, ergeben sich vielfältige Gelegenheiten für Core-Anlagen in Global Macro-Strategien.
  • Relative Value: Ein Investmentansatz, der in den letzten Jahren die grössten Talente der Branche angezogen und das höchste Wachstum verzeichnet hat, ist der Multi-Strategiefonds, der mehr als einen alternativen Ansatz unter einem Dach vereint. Relative Value-Managern sollte es in diesem Jahr gelingen, wieder an ihre langfristigen Durchschnittserträge anzuknüpfen. Arbitragestrategien in Wandelanleihen, Tradingstrategien in Unternehmensanleihen und Multistrategie-Fonds mit einem Relative Value-Ansatz sind unserer Auffassung nach geeignete Instrumente, um eine risikoreichere Ausrichtung umzusetzen.
  • Event-Driven: Die hohe Inflation und steigende Zinsen werden für einige Unternehmen eine übermässige Verschuldung zur Folge haben, die sie kaum werden abtragen können. Wir erwarten eine weitere Renditestreuung und  Ausweitung der Renditeaufschläge sowie eine anhaltende Volatilität. Für Manager, die sich auf Unternehmensanleihen konzentrieren bringen diese, echtes Gewinnpotenzial und eine grössere Partizipation an Zinserträgen mit sich.
  • Equity Long/Short: Die erheblichen Kursdifferenzen an den Aktienmärkten schaffen zahlreiche Opportunitäten für Long/Short Equity und insbesondere für Strategien mit geringem Nettoengagement. Selbst wenn sich die Aktienmärkte in den nächsten Jahren seitwärts oder leicht abwärts bewegen, erwarten wir, dass Long/Short Equity-Strategien hohe absolute Renditen mit einer geringen Korrelation zu den Aktienmärkten erzielen werden.

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The team

Kier Boley, Co-Head und CIO Alternative Investment Solutions, hat über 20 Jahre Erfahrung in der Leitung von alternativen Teams und der Verwaltung von diskretionären Anlagemandaten für Institutionen und Family Offices, die Ultra High Net Worth Kunden betreuen. John Argi, ebenfalls Co-Head der Abteilung, stiess 2008 zur UBP und ist seit über zehn Jahren in der alternativen Branche tätig, zuerst in New York und dann in Genf. Sie stützen sich auf ein vielseitiges Team von talentierten und erfahrenen Experten in den Bereichen Portfoliomanagement, Research sowie Risiko- und Datenanalyse.

Kontakt

Kier Boley Kier Boley
Co-Head & CIO of AIS
LINKEDIN PROFIL SEHEN
John Argi John Argi
Co-Head of Alternative Investment Solutions
LINKEDIN PROFIL SEHEN

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