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UBP in der Presse 02.10.2018

Wie Asset Manager die Herausforderungen institutioneller Kunden lösen

Wie Asset Manager die Herausforderungen institutioneller Kunden lösen

Indices (01.10.2018) - Ob Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, für den Eigenhandel zuständige Bankabteilungen, Staatsfonds oder Family Offices – alle institutionellen Asset-Management-Kunden haben eines gemeinsam: Sie sehen sich mit verschiedensten, bis anhin ungekannten Herausforderungen konfrontiert.


Diese wiegen umso schwerer, als sie mit zentralen Fragen wie Regulierung und den historisch tiefen Zinsen zusammenhängen.

Die Vielzahl neuer Vorschriften, die in den letzten Jahren von nationalen und supranationalen Regulierungsinstanzen erlassen wurden, wirkte sich in mancherlei Hinsicht auf die Tätigkeit dieser Akteure aus. Die Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen mussten sich auf die neuen, strikteren Regeln zur Zulässigkeit bestimmter Finanzinstrumente einstellen. Die länderübergreifenden Vorschriften, die mit der Solvency II-Reform im Versicherungs- und Rückversicherungsbereich in Kraft traten, oder die Eigenkapitalanforderungen, die seit der Rahmenvereinbarung Basel III im Bankensektor gelten, haben das prudentielle Umfeld grundlegend verändert. Die Umsetzung dieser rechtlichen Vorgaben ging mit einem sprunghaften Kostenanstieg einher, welcher die Betriebsmargen belastet, während die technologische Revolution diese Sektoren zu beträchtlichen Investitionen zwingt.

Gleichzeitig bereitet die atypische Konstellation an den Finanzmärkten – die hartnäckig historisch niedrigen Zinsen – den Pensionskassen Kopfzerbrechen. Da die Kassen mit den traditionellen Instrumenten nicht genügend hohe Renditen zu erzielen vermögen, besteht die Gefahr, dass einige dieser Einrichtungen ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können.

Die dritte Kategorie von Restriktionen rührt von den Transparenzauflagen her. Deren Erfüllung zieht eine wachsende Komplexität der Reportings nach sich und erfordert eine immer spezifischere Fachkompetenz.

Bei den Pensionskassen kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Die Anlagekomitees streben nach einer Vermögensverwaltung, bei der die Kriterien für verantwortungsvolle Investitionen eingehalten werden.

Führt diese Flut von Anforderungen, denen institutionelle Akteure auf Gedeih und Verderb zu genügen haben, gezwungenermassen zu einer schwachen Performance und stagnierenden Margen?

Nicht unbedingt. Für jedes Problem, das sich diesen Akteuren stellt, kann eine Lösung gefunden werden – sie müssen nur an die richtige Tür klopfen. Die flexibelsten unter den Asset Managern waren bislang stets in der Lage, mit den Herausforderungen ihrer Kundschaft umzugehen. Neben der Beratung können diese Experten auch auf Lösungen zurückgreifen, die auf die finanziellen, gesetzlichen und normativen Vorgaben der einzelnen Kunden zugeschnitten sind.

Im aktuellen Tiefzinsumfeld beispielsweise kann der Asset Manager Anlagekategorien mit vielversprechendem Renditepotenzial empfehlen, mit denen seine Kundschaft nicht unbedingt vertraut ist, und ihr helfen, diese Instrumente in ihre Vermögensallokation einzubinden.

Dies trifft besonders auf Fonds zu, die auf ILS (Insurance-Linked Securities) wie beispielsweise «Cat Bonds» (Katastrophenanleihen, deren Zahlungsverpflichtungen in der Regel vom Eintritt einer Naturkatastrophe abhängig sind) ausgerichtet sind, welche ein attraktives Risiko-Rendite-Profil bieten. Hypothekenfonds, Wandelanleihen und CDS (Credit Default Swaps), die sinnvoll eingesetzt werden, können ebenfalls interessante Ausweichmöglichkeiten darstellen.

Die Bewertungen der Aktien, die nach der mehrjährigen Hausse mittlerweile ein hohes Niveau erreicht haben, dürften ebenfalls zu einer grösseren Nachfrage nach der alternativen Verwaltung und insbesondere nach Hedgefonds beitragen, die eine weniger volatile Alternative zum Aktien- und Obligationenmanagement bieten.

Für das Comeback der Hedgefonds spricht zudem, dass sich diesen Fonds durch die Abkehr der Zentralbanken von ihren unkonventionellen Massnahmen günstige Arbitragegelegenheiten eröffnen dürften.

Während die Liquiditätsschwemme der letzten Jahre die passive Verwaltung zu begünstigen schien, rechtfertigt die geldpolitische Normalisierung, die vor rund 18 Monaten begonnen hat, voll und ganz das aktive Management. Dieser wertschöpfende Ansatz hat selbstverständlich seinen Preis, da er auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden abgestimmt wird und zwingend Know-how und Talent erfordert.

Die Empfehlungen eines verlässlichen Partners können sich auch bei der Absicherung gegen Marktrisiken als überaus nützlich erweisen – egal ob dabei traditionelle Instrumente oder dynamische, auf Derivaten und Optionen beruhende Lösungen zum Einsatz kommen. Letztere dienen nicht nur der Absicherung, sondern können auch aus Volatilität und allfälligen Markterholungen Kapital schlagen. Im Bereich verantwortungsvoller Anlagen wiederum kann der Asset Manager seinem institutionellen Kunden helfen, geeignete Unternehmen, Branchen und Produkte zu identifizieren. Diese sollten einerseits die Kriterien für sozial verträgliche Investitionen erfüllen und andererseits auf mittlere und lange Sicht reales finanzielles Wertschöpfungspotenzial vorweisen.

Die Regulierungsflut und die aussergewöhnliche Marktentwicklung seit der Krise 2008 haben das Ökosystem der institutionellen Akteure aus dem Gleichgewicht gebracht und die Asset Manager gezwungen, sich neu zu erfinden. Zwar messen institutionelle Kunden bei der Wahl des bevorzugten Partners der Grösse und der Performance weiterhin die höchste Bedeutung bei, doch wird angesichts der vielfältigen Herausforderungen und des Bedarfs an massgeschneiderten Lösungen auch die Flexibilität immer wichtiger.

Institutionelle Kunden

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Nicolas Faller
Co-CEO Asset Management

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