Künstliche Intelligenz war einer der wichtigsten Markttreiber und hat nicht nur die Wertentwicklung traditioneller Anlagen, sondern auch die von alternativen Instrumenten wie Hedgefonds mit Engagement in diesem Sektor gestützt. Hier gibt Kier Boley, Co-Leiter und CIO von UBP Alternative Investment Solutions (AIS), Einblicke in dieses Thema.

„Das Thema künstliche Intelligenz hat sich vor allem an den Aktienmärkten entwickelt; folglich waren es Long-Short-Aktienstrategien, die am meisten von der Rallye profitiert haben“, betont Boley. „Genauer gesagt sind es in den USA ansässige Fondsmanager, die sich auf den Technologiesektor spezialisiert haben und in der Lage waren, über den gesamten Lebenszyklus des Themas hinweg sowohl in private als auch in börsennotierte Aktien zu investieren. Auch auf Asien fokussierte Fondsmanager haben von diesem Trend profitiert, da sie die positiven Auswirkungen der KI auf Speicherhersteller in Südkorea und Japan erkannt und Long-Positionen in Unternehmen wie Samsung eingegangen sind.“

Zwar konzentrieren sich traditionelle Aktienfonds in erster Linie auf US-Technologieunternehmen, doch ist die UBP der Ansicht, dass bei Hedgefonds die Wertentwicklung vor allem vom Technologiesektor in Asien getrieben wird, der weiterhin die Outperformance von Long/Short-Aktienstrategien im Vergleich zu ihren eher generalistisch ausgerichteten Pendants, die alle Sektoren abdecken, vorantreibt

„Das direkteste Engagement im Thema Künstliche Intelligenz lässt sich daher über Long/Short-Aktienmanager erzielen, die auf den Technologiesektor spezialisiert sind, da sich der Trend seit Jahresbeginn hauptsächlich bei Large-Cap-Aktien entwickelt hat“, fährt Boley fort. „Ein zweiter Ansatz besteht darin, in Manager zu investieren, die in der Lage sind, Kapital in Venture-Capital- bzw. Growth-Equity-Strategien zu investieren, solange die Unternehmen noch nicht an der Börse notiert sind, und dann von den für 2026 geplanten Börsengängen zu profitieren.“

Das direkteste Engagement im Thema Künstliche Intelligenz lässt sich daher über Long/Short-Aktienmanager erzielen, die auf den Technologiesektor spezialisiert sind, da sich der Trend seit Jahresbeginn vor allem bei Large-Cap-Aktien entwickelt hat

Gleichzeitig gehören im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere Arbitrage-Strategien mit Wandelanleihen zu den Hauptnutznießern der Anlegernachfrage nach dem Bereich der künstlichen Intelligenz, da Emittenten angesichts der hohen Kursvolatilität Anleihen mit niedrigen Kupons anbieten können, die die Möglichkeit zur Umwandlung in Aktien bieten.

„Im Anleihebereich halten wir das Segment der Wandelanleihen für attraktiv, da höhere Zinsen Unternehmen dazu veranlassen, vermehrt Wandelanleihen anstelle von traditionellen Hochzinsanleihen mit höherem Kupon zu emittieren“, betont Boley. „Das gestiegene Anleiheangebot macht die Emissionskurse für Anleger attraktiver und führt zudem zu einem Rückgang der Bewertungen von Anleihen, die bereits am Sekundärmarkt gehandelt werden. Bei Arbitrage-Strategien mit Wandelanleihen besteht die Absicherung darin, eine Short-Position in der Aktie des emittierenden Unternehmens einzugehen. Unternehmen, die derzeit solche Anleihen emittieren (typischerweise im Gesundheits- und Technologiesektor), weisen oft sehr volatile Aktienkurse auf, und je größer die Volatilität der Aktien ist, desto größer sind die Chancen für den Hedgefonds, durch den Handel mit ihnen Gewinne zu erzielen.“

„Zudem besteht der Markt für Wandelanleihen zwar nach wie vor überwiegend aus US-Emittenten, doch beobachten wir einen Anstieg der Emissionen durch Nicht-US-Unternehmen. Dies trägt dazu bei, die Anlagemöglichkeiten und den Spielraum für Diversifizierung zu erweitern“, fügt Boley hinzu.

Mit Blick auf die Zukunft sollten Anleger laut dem UBP-Experten berücksichtigen, wie sich das Thema künstliche Intelligenz schrittweise auf andere Sektoren ausweiten wird. „Zwei Strategien, die von dieser Entwicklung profitieren könnten, sind Tech-Fondsmanager mit Fokus auf Mid-Caps sowie solche, die in den Energiesektor investieren, angesichts des wachsenden Strombedarfs, der zur Unterstützung der Entwicklung künstlicher Intelligenz erforderlich ist“, schließt Boley.

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Für professionelle Anleger in der Schweiz oder professionelle Anleger im Sinne der einschlägigen Gesetze. Anlagen in Hedgefonds sind mit erheblichen Risiken verbunden, darunter das Illiquiditätsrisiko, das Kapitalverlustrisiko sowie strategiespezifische und mit der Hebelwirkung verbundene Risiken.

Die hierin geäußerten Meinungen entsprechen dem Stand vom 23. Juli 2026 und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Der Leser sollte sich nicht auf diese Informationen als Research oder Anlageberatung in Bezug auf einen bestimmten Fonds, eine bestimmte Strategie oder ein bestimmtes Wertpapier verlassen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für aktuelle oder zukünftige Ergebnisse. Etwaige Prognosen, Vorhersagen oder Zielvorgaben, sofern angegeben, sind lediglich indikativ und werden in keiner Weise garantiert.

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