In dieser Zeit, in der ein neuer Konflikt im Nahen Osten die Karten der globalen Geopolitik neu mischt, erlangt der Schweizer Franken besondere Bedeutung angesichts seines Status als führende Reservewährung. Die strukturelle Stärke des Frankens hat jedoch auch eine Kehrseite.
In einem Umfeld niedriger Zinsen und einer normalisierten Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank, erfordert diese Stärke eine mutige und diversifizierte Vermögensverwaltung, um höhere Renditen zu erzielen.
Zwar erfordert der Status der Schweizer Währung praktisch kontinuierlich nahe bei Null liegende Zinssätze, dennoch offenbart sich gerade in Zeiten geopolitischer Umwälzungen ihr wahres Wesen: eine starke Währung, deren langfristiger Aufwertungstrend Renditetreiber zu ersetzen vermag. Diese Dynamik ist keineswegs nur ein einmaliges Phänomen, sondern ein Trend, der seit mehr als 25 Jahren anhält. Dieser bestätigt die Rolle des Schweizer Frankens als langfristige Wertreserve, aber auch als Währung, die jedem internationalen Anleger, der sein Kapital schützen möchte, einen sicheren Anker bietet.
Eine Parallele zum Gold drängt sich logischerweise auf. In einem Umfeld, in dem sich die geopolitischen Risiken verschärfen und Unsicherheit wieder zu einer Konstante an den Märkten geworden ist, etabliert sich Gold – genau wie der Schweizer Franken – als natürlicher Schutz gegen die Volatilität risikobehafteter Vermögenswerte.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich das Gold und der Franken zu zwei Aspekten derselben Überzeugung, nämlich dass das Kapital Konjunkturzyklen und geldpolitische Verlagerungen überdauern soll.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich das Gold und der Franken zu zwei Aspekten derselben Überzeugung, nämlich dass das Kapital Konjunkturzyklen und geldpolitische Verlagerungen überdauern soll.
Wie der US-Dollar und Gold ist auch der Schweizer Franken ein Reservewert. Während der Franken auf präzisen Fundamentaldaten wie der Solidität der Schweizer Wirtschaft und der Glaubwürdigkeit ihrer Institutionen basiert, bezieht der Dollar seine Vorrangstellung aus den positiven Zinsen jenseits des Atlantiks und der wirtschaftlichen Stärke der USA, die nach wie vor internationales Kapital anzieht.
Angesichts der Ertragsschwäche der helvetischen Währung erfordert die Verwaltung von Portfolios in Schweizer Franken eine gezielte Diversifizierung, was mit der Notwendigkeit, mehr Risiko einzugehen, verbunden ist. Anleger, die eine Vorliebe für den Schweizer Franken haben, können diese Realität nicht länger ignorieren. Es stellt sich daher die Frage, wie der Aufwärtstrend des Frankens mit dem Potenzial von auf US-Dollar lautenden Vermögenswerten in Einklang gebracht werden kann.
Die Antwort liegt in einem Ansatz, der ein Gleichgewicht zwischen gezielter Diversifizierung und einer Verankerung in der Schweiz bevorzugt. Einerseits kann dieser über ein Engagement in Technologiewerten verwirklicht werden, der mit einer Währungsabsicherung kombiniert wird, um von der wirtschaftlichen Stärke der USA zu profitieren.
Andererseits kann eine Ausrichtung auf Schweizer Unternehmen mit hohen Dividenden-ausschüttungen in der Grössenordnung von 4 bis 5 % mit einem doppelten Reiz aufwarten. Diese Aktien haben den Vorteil, dass sie die Schwäche des traditionellen Anleihemarktes in Schweizer Franken ausgleichen und gleichzeitig das Währungsrisiko meiden. Dies ist ein entscheidender Vorteil für jedes Franken-Portfolio. In dieser Hinsicht bietet der Schweizer Aktienmarkt erstklassige Unternehmen mit soliden Bilanzen und bewährten Dividendenpolitiken, die eine stabile und vorhersehbare Renditebasis bilden.
Schweizer Immobilienfonds erweisen sich ebenfalls als glaubwürdige Alternative zu Anleihen hat doch der Renditeverfall die Attraktivität klassischer festverzinslicher Wertpapiere nachhaltig geschmälert.
Zurzeit steht Gold besonders im Rampenlicht. Das Edelmetall gehört seit Jahrzehnten zu den grundlegenden Komponenten der Diversifizierung, sofern es denn gegen das Dollar-Risiko abgesichert wird. Nun hat es eine neue Bedeutung erlangt, da sich seine Vorteile nicht mehr nur auf seine Schutzfunktion beschränken. Dank der anhaltenden Nachfrage von Zentralbanken und institutionellen Anlegern spielt Gold derzeit auch eine aktive Rolle als Performance-Treiber.
Wie steht es tatsächlich um die Entdollarisierung, ein in geopolitischen Kreisen stets wiederkehrendes Thema? Auch wenn die Debatte um den Niedergang des Greenback regelmässig die Finanzpresse befeuert, scheinen die Fundamentaldaten das Gegenteil anzuzeigen. Der US-Dollar-Index weist, gemessen an einem Korb ausländischer Währungen, keine Anzeichen einer strukturellen Schwäche auf, die diese Hypothese stützen könnte.
Letztendlich bietet der Schweizer Franken nach wie vor einen stabilen und resilienten Anker, der sich in sehr unterschiedlichen Marktkonstellationen behaupten kann, und sich in jeder langfristigen Allokation als unverzichtbarer Vermögenswert erweist. Damit sich die Eigenschaften des Schweizer Frankens in einer nachhaltigen Performance niederschlagen, ist es auch Aufgabe des Finanzplatzes Schweiz, sich mit geeigneten Instrumenten wie Hedging-Tools, strukturierten Produkten oder innovativen Allokationslösungen auszustatten.
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