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Analysen 24.11.2020

Perlen im SMID-Cap-Segment in Europa und der Schweiz

Perlen im SMID-Cap-Segment in Europa und der Schweiz

Unternehmen kleiner und mittlerer Kapitalisierung verzeichnen oftmals höhere Wachstumsraten und Renditen als Grosskonzerne. Es ist einfacher, ein kräftiges Wachstum von einer kleineren Basis aus zu generieren. Die sogenannten SMID Caps bieten Anlegern eine Positionierung in langfristigen Wachstumstrends.


Europäische und schweizerische Small und Mid Caps sind gut fürs Portfolio

  • Unternehmen kleiner und mittlerer Kapitalisierung - sogenannte SMID Caps - weisen langfristig meist höhere Wachstumsraten und Renditen als Grosskonzerne auf.
  • Zwar hatte auch für SMID Caps die durch die Coronakrise hervorgerufene Marktbaisse höhere Volatilität zur Folge. Seit dem Tiefstand im März konnten aber sowohl der MSCI Europe Small Cap Index als auch der SPI Extra kräftig aufholen. Das Schweizer SMID Cap-Segment wird sich unserer Auffassung nach eindeutig durch eine langfristige Wertschöpfungskraft auszeichnen.
  • Verglichen zu ihren grösseren Konkurrenten bestechen schweizerische und europäische Small Caps durch unbestrittene Vorteile. Sie sind oft Branchenleader in ihrem jeweiligen Industriezweig. Besonders Technologiefirmen, Healthcare-Ausrüster & -Dienstleister sowie umweltschonende Technologie entwickelnde Unternehmen könnten von der jüngsten Umwälzung profitieren.
  • Im Rahmen unserer SMID Cap-Strategien in der Schweiz und Europa setzen wir auf nachhaltige Unternehmen mit hochwertigen Geschäftsmodellen. Eine robuste Finanzbasis, eine starke Geschäftsleitung und Konkurrenzvorteile sorgen für hohe oder wachsende Renditen. Auch profitieren diese Firmen von langfristig kräftigen Wachstumstrends auf ihren Endmärkten.
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Für Investitionen in SMID-Caps ist ein langfristig selektiver Ansatz zentral. Da für SMID Caps in der Regel weniger Analystenberichte erstellt werden und sie noch nicht die Reifephase erreicht haben, ist das Segment von Ineffizienzen geprägt, die erfahrene Anleger für Investitionen in erstklassigen Wachstumsunternehmen bei attraktiven Einstiegsniveaus nutzen können.

Das Jahr 2020 stand im Zeichen der Coronakrise und ihrer Auswirkungen für die Weltwirtschaft, die Haushaltsbudgets der einzelnen Länder und die Unternehmensgewinne. Die Aktienmärkte waren von erhöhter Volatilität geprägt. Europäische SMID Caps bekamen diese Kollateralschäden ebenfalls zu spüren und wurden im ersten Quartal sehr hart getroffen. Seit seinem Tiefstand im März konnte der MSCI Europe Small Cap Index dennoch wieder gute Fortschritte machen. Noch bemerkenswerter ist die Tatsache, dass in dieser für Aktienanleger turbulenten Zeit der europäische Small Cap Index den MSCI Europe Index seit Anfang Jahr um 2,6% übertraf.

Das solide Fundament der Schweiz und ihrer Unternehmen hat sich im Verlauf des einheimischen Aktienmarkts widerspiegelt. Dieser schnitt nicht nur insgesamt besser als die wichtigsten globalen Aktienmärkte ab, sondern konnte auch Verluste auf ein Mindestmass reduzieren und in Haussephasen gleichziehen. Der SPI Extra, der Index der Small und Mid Caps, zeigte seit Anfang Jahr und im historischen Vergleich eine ähnliche Widerstandsfähigkeit gegenüber den wichtigen globalen und regionalen Indizes. Massgebend dafür waren der Status als sicherer Hafen des Franken, die Unabhängigkeit und Erfahrung der Schweizerischen Nationalbank und ihre Fähigkeit, externe Schocks abzufedern sowie die niedrige Verschuldung des Landes und die politisch stabile Lage.

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Quellen: UBP, Bloomberg Finance LP, September 2020. Vergangene Performance lässt nicht auf gegenwärtige oder künftige Erträge schliessen.

Outperformance europäischer und Schweizer KMU

Die bessere Wertentwicklung der europäischen Small Caps lässt sich durch die Konzentration der Renditen an den europäischen Aktienmärkten und der Zusammensetzung der Sektoren in diesem Anlageuniversum erklären. Stärker wachstumsorientierte Sparten, die auf langfristige Trends ausgerichtet sind, denen die neue Normalität nach Covid-19 zusätzlichen Schub verleiht, machten kräftige Fortschritte. Sektoren, die infolge der anhaltenden Lockdowns und der Unterbrechung ihrer Geschäftstätigkeit, starke Einbussen bei Gewinn und Cashflow erlitten, hinkten hinterher. Im Anlageuniversum der europäischen Small und Mid Caps sind mehr Unternehmen in innovativen und bahnbrechenden Sektoren wie Technologie, Healthcare-Ausrüstung & -Dienstleistungen sowie umweltschonende Technologie tätig. Eher traditionelle Wirtschaftsbereiche wie Banken, Versicherungen, Öl & Gas, Telekommunikation, öffentliche Versorgung und Automobile sind weniger stark vertreten.


Schweizer Small Caps in der Führungsliga

Schweizer Unternehmen sind in verschiedenen Sparten Spitzenreiter der Innovation, namentlich in medizinischen Technologien. Fast 700 Gesellschaften sind auf dieses Gebiet spezialisiert: Von Big Playern wie Novartis AG, Hoffman-La Roche AG und Lonza Group AG über mittelgrosse börsenkotierte Unternehmen wie Tecan Group AG, Bachem Holding AG und Straumann Holding AG bis hin zu einigen Privatfirmen. In Anbetracht eines derart starken Gesundheitssektors ist es nicht verwunderlich, dass in der Schweiz kleinere Unternehmen fortbestehen oder neue Start-ups auftauchen. Die Talentschmieden der grösseren Gesellschaften und das ehrgeizige Streben nach Spitzenleistungen nähren diesen Trend. Eine gewisse Anzahl dieser Small Caps konnten sich während der Bekämpfung des Coronavirus profilieren oder zu den infolge der Pandemie geänderten Gewohnheiten beitragen.

Die Schweiz ist zwar ein kleines Land, siedelt sich aber im internationalen Vergleich an fünfter Stelle im MSCI AC World mit einer Gewichtung von 3% und einer Marktkapitalisierung von über CHF 1,3 Billionen (Stand im Mai 2020) an. Schweizer Aktien weisen meistens eine niedrige Korrelation zu den internationalen Aktien auf und profitieren von einer robusten einheimischen Währung, die den Anlegern reale Renditen liefern kann. Die Sektoren und Unternehmen haben sich der Stärke des Franken angepasst. Die Pharmaindustrie, die einen massgeblichen Teil der Exporte stellt, verfügt über eine hohe Preissetzungsmacht und reagiert daher weniger empfindlich auf kurzzeitige wirtschaftliche Verwerfungen. Einige Small und Mid Caps sind für ihre internationalen Grosskunden unerlässlich geworden und konnten so ihre führende Markstellung in ihrer Branche festigen.

UBP-Strategie im Small- und Mid-Cap-Segment in Europa und der Schweiz

Die UBP-Teams, die im Small- und Mid-Cap-Segment in Europa und der Schweiz investieren, konzentrierten sich von Anfang an auf nachhaltige und erstklassige Geschäftsmodelle. 

Dabei spielen eine solide Finanzbasis, eine starke Geschäftsleitung und Konkurrenzvorteile eine wichtige Rolle. Diese Firmen weisen nicht nur Wertschöpfungskraft auf, sondern profitieren auch von langfristig kräftigen Wachstumstrends auf ihren Endmärkten.

Mithilfe eines präzisen Screening-Verfahrens sollen versteckte Perlen mit spezifischen Merkmalen identifiziert werden. Neben soliden ESG-Ratings, also in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (Unternehmensführung), zeichnen sich diese durch steigende und hohe Kapitalrenditen (CFROI) sowie bedeutende Ausgaben für Forschung und Entwicklung aus. Wir bevorzugen Unternehmen, denen dauerhafte Wachstumsfaktoren wie Technologie, gesunde Lebensweise, disruptive Umwälzungen sowie Umweltschutz und Konsolidierung Auftrieb verleihen.

Unsere konsistent ausgewogene Sektorallokation und robuste Titelauswahl waren massgebliche Renditetreiber, mit denen wir sowohl kurzfristiges Momentum als auch langfristige strukturelle Trends einfangen konnten.

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Co-Leiterin Schweizer & Globale Aktienfor Swiss equitis

Eleanor Taylor Jolidon

Eleanor Taylor Jolidon ist seit 1993 an den Finanzmärkten tätig. Sie konzentriert sich seit 2004 auf die Analyse und Verwaltung von schweizerischen und internationalen Aktien. Sie hat ein DHEE in Volkswirtschaft des College of Europe, Natolin (Polen) und einen Master der Cambridge University in England.

European Small- and Mid-Cap Equities - Senior Portfolio Manager

Charles Anniss

Charles Anniss kam im September 2016 als Senior Portfolio Manager mit Spezialgebiet Small und Mid Caps zum Team Aktien Europa. Er spricht Englisch, Französisch und Spanisch.

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