Die UBP hat kürzlich Kollegen in Genf zu einer Veranstaltung im Rahmen ihrer „Well-Being Talks“ begrüßt. Diese Reihe von Minikonferenzen dient als Forum, das den Mitarbeitern helfen soll, auf ihre körperliche und geistige Gesundheit zu achten.
In dieser Veranstaltung mit dem Titel „Digital Detox“, bei der Mario Sgarrella, Gründer von Unpluggo, zu Gast war, ging es darum, die Möglichkeiten und den Nutzen der Technologie zu nutzen, ohne dass es zu einer „digitalen Überlastung“ kommt.
Als ehemaliger Marketing- und Kommunikationsexperte beschrieb Mario Sgarrella, wie ständige Erreichbarkeit „Zoom-Müdigkeit“ und dopamingetriebenes Scrollen auf der Suche nach sozialer Bestätigung begünstigen kann. Er argumentierte, dass qualitativ hochwertige Arbeit von hoher Konzentration abhängt und dass digitaler Minimalismus – also die Nutzung nur jener Technologie, die wirklich den eigenen Zielen dient – ein wirksames Gegenmittel ist.
Er wies darauf hin, dass der Schweizer Arbeitsstress-Index 2022 zeigte, dass sich etwa ein Drittel der Menschen gestresst und müde fühlt, oft aufgrund von Verpflichtungen nach Feierabend und der Erwartung, ständig erreichbar zu sein. Sie können ihre Energie schonen, indem sie Unterbrechungen begrenzen und sich jeweils auf eine Aufgabe konzentrieren. Langeweile, fügte er hinzu, habe einen Zweck – sie schaffe Raum für neue Ideen.
Zu den praktischen Tipps gehörten das Deaktivieren nicht unbedingt notwendiger Benachrichtigungen, das Überprüfen von Nachrichten ein- oder zweimal am Tag sowie das Fernhalten von Bildschirmen vom Esstisch und in der letzten Stunde vor dem Schlafengehen. Er riet außerdem dazu, ein Smartphone wie eine Waschmaschine zu behandeln – funktional, nicht zur Unterhaltung.
„Beim digitalen Minimalismus geht es darum, das auszuwählen, was hilft – und das loszulassen, was nicht hilft.“
Mario Sgarrella, Digital-Trainer und Gründer von Unpluggo