1. Newsroom
  2. SMID Caps im Aufwind in Europa und der Schweiz
Menu
UBP in der Presse 14.12.2020

SMID Caps im Aufwind in Europa und der Schweiz

SMID Caps im Aufwind in Europa und der Schweiz

Handelszeitung (04.12.2020) - In der Regel verzeichnen Unternehmen kleiner und mittlerer Kapitalisierung – sogenannte SMID Caps – höhere Wachstumsraten und Renditen als Grosskonzerne. Darüber hinaus ermöglichen sie Anlegern eine Ausrichtung auf wichtige langfristige Wachstumstrends. Es bedarf aber eines sehr disziplinierten Selektionsverfahrens, um die Unternehmen mit den besten Aussichten, d. h. mit einem qualitativ hochwertigen Wachstum, zu identifizieren.


Das Universum der SMID Caps ist so weitläufig und diversifiziert, dass einige Investoren sich nach wie vor nur vorsichtig vorwagen. Zu Unrecht, denn mittelgrosse Werte bringen den Anlegern eindeutige Vorteile, die ihre Beimischung in einem Portfolio rechtfertigen, vorausgesetzt die Titelauswahl stützt sich auf strikte Vorgaben. Denn nicht alle SMID Caps bieten Innovation und Wachstumspotenzial. Die versteckten Perlen zu finden erfordert einen selektiven und langfristigen Ansatz. Dies ist umso wichtiger, da für SMID Caps in der Regel weniger Analystenberichte erstellt werden und sie noch nicht die Reifephase erreicht haben. Auf diese Weise können erfahrene Anleger Marktineffizienzen aufdecken, die attraktive Einstiegsmöglichkeiten darstellen.

SMID Caps weisen einen langfristig ausgezeichneten Leistungsausweis auf. In Europa haben sie regelmässig eine bessere Wertentwicklung verzeichnet als das Segment der grossen Börsenkapitalisierungen, selbst in einem derart ungewöhnlichen Jahr wie 2020. Wie alle börsennotierten Aktien, waren auch SMID Caps von starker Volatilität geprägt. Grund dafür ist die weit verbreitete Besorgnis um die Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft und die Geschäftstätigkeit der Unternehmen. Im MSCI Europe Small Cap Index sind fast 1’000 börsennotierte Unternehmen aus 15 europäischen Ländern vertreten. Das SMID-Cap-Segment bekam die Kollateralschäden der ersten Coronawelle ebenfalls zu spüren und wurde im ersten Quartal sehr hart getroffen. Seit dem Tiefstand im März konnte es aber kräftig aufholen und den breiten MSCI Europe Index übertreffen.

Die bessere Wertentwicklung lässt sich durch die Konzentration der Renditen an den europäischen Aktienmärkten und die Zusammensetzung der Sektoren im Anlageuniversum der SMID Caps erklären. Stärker wachstumsorientierte Firmen, die auf langfristige Trends ausgerichtet sind, denen die Pandemie zusätzlichen Schub verleiht, machten kräftige Fortschritte. Im Gegenzug lagen Sektoren, deren Geschäftstätigkeit von den Lockdowns stark eingeschränkt wurde, im Rückstand. 

Im Universum der europäischen SMID Caps sind wesentlich mehr Unternehmen in innovativen und bahnbrechenden Sektoren wie Technologie, Ausrüster im Gesundheitswesen, Maschinenbau, saubere Technologien, Kommunikationsdienste und Online-Handel tätig. Sie wirken oft in Marktnischen, was ihnen einen grösseren Schutz vor wirtschaftlichen Turbulenzen verleiht. Eher traditionelle Bereiche der «alten Wirtschaft» wie Banken, Versicherungen, Öl & Gas, Telekommunikation, öffentliche Versorgung und Automobile, die unter der gegenwärtigen Disruption leiden, sind weniger stark vertreten.

In der Schweiz sind viele SMID Caps in verschiedenen Sektoren Spitzenreiter der Innovation. Die Medizintechnik, die von einem besonders soliden Ökosystem profitiert, zählt mehrere Schwergewichte der Zürcher Börse, aber auch eine Anzahl kleine und mittelgrosse Player. Einige sind bestens positioniert, um sich an der Bekämpfung der Pandemie zu beteiligen, was sich bereits in diesem Jahr in ihrem Aktienkurs widerspiegelt hat.

Der Schweizer SMID Caps Markt bietet weitere Vorteile: die politische Stabilität, der Status als sicherer Hafen des Schweizer Frankens, die niedrige Verschuldungsrate des Landes und die erwiesene Fähigkeit der Schweizerischen Nationalbank, mit externen Schocks umzugehen. Auf lange Sicht hat das Schweizer SMID-Cap-Segment – wie das grosskapitalisierte Segment – dank seiner Partizipation an Marktrallys und seiner besseren Widerstandskraft bei Turbulenzen und Korrekturen die meisten regionalen und globalen Indizes übertroffen. In 2020 zeichneten sich sowohl der SPI als auch der SPI Extra (der die SMID Caps abbildet) durch ihre Resilienz aus.

Anleger sollten bei der Titelselektion einerseits die Sektoren analysieren, in denen die ins Auge gefassten Unternehmen tätig sind, da sie das langfristige Wachstumspotenzial bestimmen. Andererseits sollten sie auch den Fokus auf bestimmte Fundamentaldaten richten, von denen  die meisten auf jeder Standardprüfliste stehen sollten: eine robuste Finanzbasis, eine starke Geschäftsleitung und Wettbewerbsvorteile. Um die SMID Caps mit den besten Aussichten zu identifizieren, sollten sie aber etwas mehr in die Tiefe gehen und auch die ESG-Faktoren Umwelt, soziale Aspekte und Governance (Unternehmensführung) sowie Wertentwicklung, Kapitalrenditen (CFROI, cash flow return on investment) und Ausgaben für Forschung & Entwicklung miteinbeziehen.

Damit können Anleger nicht nur das grösstmögliche langfristige Wertschöpfungspotenzial einfangen, sondern auch verantwortungsvoll handeln, indem sie Unternehmen unterstützen, die am meisten zu einer gerechteren Welt beitragen werden.


TAYLOR JOLIDON Eleanor.jpg
Eleanor Taylor Jolidon
Co-Head Swiss & Global Equity

ANNISS_CHARLES_15.jpg
Charlie Anniss
Senior Portfolio Manager

Expertise

Swiss & Global Equities

Why Swiss equities now? This market offers equity investors the stability and agility they need to navigate this volatile period. 

Read more
Expertise

European Equities

European equities offer unrivalled opportunities in terms of breadth of sector and market exposure.

Read more

Meistgelesene News

UBP in der Presse 18.12.2020

The drift towards thematic investing

Rankia Pro (12.2020) - Interview with Didier Chan-Voc-Chun, UBP’s Head of Multi-Management & Fund Research

UBP in der Presse 04.01.2021

The rise of UBP’s impact strategy

Funds Society (14.12.2020) - The first strategy in UBP's impact investing platform, Positive Impact Equity, has been going from strength to strength since its inception. Impact investing specialist Yvan Delaplace details the strategy’s investment process and broader sustainability trends in the sector.

UBP in der Presse 29.01.2021

Positiver Ausblick für Kreditmärkte

Institutional Money (27.01.2021) - Trotz zunehmend steigender Coronainfektionen gegen Jahresende schlossen die Märkte für Risikoanlagen das Jahr 2020 in guter Stimmung ab, da der Beginn der Impfungen in den USA und Großbritannien die Anleger zuversichtlich stimmte.


Auch lesenswert

UBP in der Presse 14.06.2021

Europa startet aus der Poleposition

Institutional Money (04.06.2021) - Nachdem Europa im Erholungsprozess nach der Pandemie bislang hinter anderen Regionen zurücklag, sprechen aus unserer Sicht nun einige Faktoren dafür, dass Europa andere überrunden wird. Das sind vielversprechende Perspektiven für europäische Unternehmensanleihen, insbesondere die höherverzinslichen Papiere wie High Yield- oder AT1-Anleihen.

UBP in der Presse 19.05.2021

What lies ahead for bonds after this volatile start to the year?

Asset TV Masterclass (12.05.2021) - Mohammed Kazmi, Portfolio Manager & Macro-Strategist Global and Absolute Return Fixed Income at UBP, recently took part in an Asset TV broadcast, explaining why he maintains a constructive view on the fixed-income segment and outlining where he sees opportunities in the asset class.

UBP in der Presse 18.05.2021

Agilität: Der Schlüsselfaktor für den Erfolg Schweizer Privatbanken

Le Temps (17.05.2021) - Meinung. Die Schweizer Vermögensverwaltung, die manchmal als traditionell, um nicht zu sagen «altmodisch» dargestellt wird, hat sich einmal mehr als agile und innovative Branche erwiesen, die ihre Führungsposition behaupten kann.