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UBP in der Presse 28.07.2021

Impact Investing ist mehr als grüne Energie

Impact Investing ist mehr als grüne Energie

Handelszeitung (29.06.2021) - Jahrzehntelang klaffte die Art, wie wir leben und wie wir investieren auseinander. Heute lassen sich diese beiden Aspekte miteinander vereinbaren


Eine wachsende Anzahl kotierter Unternehmen beschäftigt sich intensiv damit, ihren Zweck in der heutigen Welt zu verstehen, der über die Erzielung eines Gewinns hinausgehen soll. Sie sind sich bewusst, dass ihre Chancen besser stehen, solide Grundlagen für nachhaltige Aktiendividenden aufzubauen, wenn ihre Geschäftstätigkeit die Umwelt und den Menschen schützt oder gar positiv beeinflusst. Impact Investing setzt genau da an: bei der zunehmenden Selbstreflexion der Unternehmen und sucht nach Firmen, die Lösungen für die dringlichsten Probleme unserer Zeit entwickeln. Dabei beschränkt es sich nicht einfach auf die bekannten grünen Bereiche wie saubere Energie, sondern deckt eine ganze Reihe von Sektoren ab, wie Gesundheitsversorgung, Sicherheitszertifizierung, Bildung, Infrastruktur und Landwirtschaft. Diese Tragweite macht Impact-Fonds zu idealen Bausteinen im Portfolio jedes langfristig denkenden Anlegers. Auch können ihre Manager über den Austausch guter Geschäftspraktiken, den Mindeststandard anheben helfen.

Es geht um etablierte Firmen, die ihre Unternehmenskultur auf die positiven Wirkung ihrer Produkte ausrichten. Zu diesen gehört Signify, der Beleuchtungskonzern, der 2016 aus einem Spin-Off von Philips hervorging. Er kombiniert seine führende Stellung im globalen Wandel zur LED-Beleuchtung mit einer Geschäftsstrategie, die emissionsfreie Produkte und die vollständige Vermeidung von Deponieabfall anstrebt und die Mitarbeiterlöhne an Nachhaltigkeitsziele bindet.

Ein anderes Beispiel für eine gelungene Verjüngungskur dank der Verbindung von Umweltschutz mit einem Megatrend ist Trane. Der Spin-Off von Ingersol Rand konzentriert sich auf die umweltfreundliche Innovation von Belüftungs- (HVAC) und Kühlsystemen. Die beiden Bereiche sind zusammen für 25% der globalen Emissionen verantwortlich. Auch er verknüpft die Löhne seiner 2’300 Generaldirektoren an die Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen. Der Konzern verspricht seinen Kunden, bis 2030 mithilfe seiner Produkte eine Gigatonne CO2-Emissionen einzusparen.

Und schliesslich gibt es noch einige unscheinbare Impact-Unternehmen, die Abfall zu Gold machen. Seit der Gedanke der Kreislaufwirtschaft unser bisheriges Verhältnis zu unserem Planeten verändert, betrachten Anleger Recycling, das weit über die Abfallverwertung hinausgeht, als eine immer wichtigere Gewinnquelle. Hier kommt Befesa ins Spiel, das sich auf das Recycling von Sondermüll aus der Stahl- und Aluminiumproduktion konzentriert. Seine Prozesse verhindern, dass toxisches Material auf Müllhalden landet und seine Endprodukte können in der Zement- und Keramiksparte oder zu Isolationszwecken verwendet werden.

Allein schon diese paar Beispiele zeigen, dass Rentabilität und guter Zweck Hand in Hand gehen können. Investitionen in die zukünftigen Top Player der Nachhaltigkeit bieten glänzende Aussichten.

Impact investing

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Rupert Welchman
Portfolio Manager Impact Equities & Co-Manager of the Positive Impact Equity strategy
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