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Analysen 09.12.2016

Wachstum, Wahlen, Volatilität und Chancen

Wachstum, Wahlen, Volatilität und Chancen

Ausblick für 2017


Ausblick für 2017 auf einen Blick


Mit dem näher rückenden Jahresende präsentiert Ihnen Union Bancaire Privée ihre Perspektiven für 2017 und geht auf spezifische Investmentchancen und Risikofaktoren ein, mit denen die Anleger im kommenden Jahr rechnen müssen.

  • Die Inflation steht vor der Tür – “Schrittweiser Anstieg der Teuerung in den Industrieländern”
  • Geldpolitik: das Instrumentarium wird zurückgefahren – “Die Zentralbanken sind mit Blick auf die Reflation weniger aggressiv”
  • Wenn die Zinswende kommt – “Wenn die Zinsen nicht mehr fallen…sollten die Anleger bereit sein”
  • Alternative Investments als zentrales Diversifikation und Risikomanagement-tool – “Alternative Anlagen spielen eine wichtige Rolle bei Diversifikation, Volatilitätsbegrenzung und Renditesteigerung”
  • Schwellenmärkte: Chancen identifizieren – “Viele Schwellenmärkte sind weiterhin attraktiv bewertet”
  • Japan: auf den Wandel setzen – “Als eine der führenden Industrienationen könnte man Japan für einen reifen Markt mit begrenztem Potential halten. Doch der Eindruck täuscht...”
  • Wie weiter in Europa und den USA? – “Herausfordernde Bewertungslage in den USA, anhaltende Unsicherheit in der Eurozone”

Die Erholung kommt 2017

2017 könnte endlich das Jahr sein, in dem die Märkte ein Jahrzehnt hinter sich lassen, das von der Wirtschaftskrise und ihren Folgen dominiert wurde. Eine zweite „Grosse Depression“ wurde zwar abgewendet, nicht aber die „Grosse Rezession“ der letzten Jahre. Diese hat Spuren hinter-lassen, die das „Neue Mittelmass“ (ein vom Inter-nationalen Währungsfonds, IWF, geprägter Begriff) nicht auszulöschen vermag.

Die Weltwirtschaft kämpfte in den vergangenen Jahren mit zahlreichen neuen und überraschenden Risiken. Dieser Zeitraum könnte nun aber mit einer etwas optimistischeren Note zu Ende gehen. Der Ausblick für das kommende Jahr ist freundlicher, und wir rechnen mit einem Wachstum von bis zu 3,5%. Diese Erholung dürfte von der regeren Wirtschaftstätigkeit in den Schwellenländern und der Wachstumsdynamik in den USA getragen werden.

Festeres und dauerhaftes Wachstum in Schwellenländern

Die Konjunktur in den Schwellenländern könnte sich 2017 wieder auf insgesamt knapp 5% beschleunigen – nach der Abkühlung in diesem Jahr auf 4,5%. Die Rally der Rohstoffpreise, die Reformen sowie die staatliche Unterstützung sollten dem Wachstum wieder ein solides Fundament bieten. Die Entwicklung der einzelnen Sektoren dürfte ausgewogener verlaufen, wodurch die wirtschaftliche Expansion nachhaltiger wird.


Sehen Sie sich die vollständige Präsentation (auf Englisch)

Norman Villamin, CIO Private Banking
Christel Rendu de Lint, Head of Fixed Income


China und Indien werden die Wachstumslokomotiven der Schwellenländer bleiben. Chinas BIP könnte dank der 2016 umgesetzten konjunktur-stützenden Massnahmen wieder auf 7% steigen. Zudem sollten sich die Reformen zur Wandlung der export- und gewerbeorientierten Wirtschaft in ein stärker auf Konsum- und Infrastrukturausgaben basiertes Wachstumsmodell positiv auswirken. Die indische Wirtschaft ist zu alter Stärke zurück-gekehrt und die jüngsten Reformen sollten das Wachstum in Richtung von 8% bringen.

Asien dürfte seine starke Dynamik beibehalten; gleichzeitig hellt sich der Ausblick in anderen Regionen auf. Russland und Brasilien werden von der Erholung der Rohstoffmärkte profitieren und 2017 die Rezession hinter sich lassen. Hierzu dürfte auch eine Stabilisierung der Binnennachfrage beitragen.

Zum ersten Mal seit der Finanzkrise sollten also die Wirtschaftsaktivitäten in den Industrienationen und Schwellenländern stärker synchronisiert sein. Die Einigung bei der Ölförderung sowie der langsam anziehende Handel in den einzelnen Regionen sollten nach mehreren Jahren der Stagnation einen Aufschwung des Welthandels ermöglichen.

Moderates Wachstum in den Industrieländern

Das Wachstum in den Industrieländern dürfte 2017 allgemein unter 2% verharren, doch die USA könnten einen Wert von 2,3% erzielen. Die Binnennachfrage wird vom robusten Arbeits-markt und von der allmählichen Erholung der Investitionen unterstützt, auch in der Ölbranche.

In Europa und Japan sind die Wachstumsprognosen mit 1% bis 1,5% etwas moderater. Die Beschäftigung sollte in der Eurozone anziehen und die Konsumausgaben ankurbeln. Auch die Investitionen dürften mitziehen. Das Projekt „Europa“ ist nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet, doch sollte die Sparpolitik langsam zurückgenommen werden und den Weg freimachen für erste Anzeichen der Erholung. In Japan müssen die angekündigten fiskal- und geldpolitischen Massnahmen erst noch ihre Wirkung ent-falten – die Konsum- und Investitionsausgaben sind immer noch gedämpft. Unter dem Strich warten Europa und Japan also noch auf eine Starthilfe durch die USA und Schwellenländer.

Der Ausblick für die britische Wirtschaft scheint unsicher, zumindest bis die Verhandlungen mit der Europäischen Union (EU) ein klareres Bild davon zeichnen, wie ihre Wirtschaftsbeziehungen nach dem Brexit aussehen werden. Gross-britannien könnte zu Beginn des Jahres in eine technische Rezession abgleiten, bis der neue Rahmen klar wird.

Mit Blick auf die Schweiz ist für 2017 mit 1,4% ein ähnlich starkes Wachstum zu erwarten wie in der Eurozone und in Deutschland. Die Wirtschaft der Schweiz hat sich als äusserst robust erwiesen. Obwohl der Franken gegenüber dem Euro dauerhaft überbewertet ist, wurden relativ stabile und stetige Wachstumsraten verzeichnet. Dies war der Flexibilität im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor zu verdanken.

Aus der Vergangenheit lernen

Ungeachtet der für 2017 erwarteten Erholung drohen der Weltwirtschaft in den nächsten Jahren nach wie vor grosse Herausforderungen. Die Krise hat Kapital vernichtet und den Industrienationen fällt es weiter schwer, ein höheres Potenzialwachstum zu erreichen. Im Vergleich zu den Jahren vor 2007 wurden nur geringe Produktivitätszuwächse erzielt. Zudem könnten die geldpolitischen Behörden angesichts der anziehenden Inflation ihre Konjunkturmassnahmen zurückfahren. Während die Schuldenlast der Industriestaaten immer noch hoch ist, hat auch die Verschuldung der Unter-nehmen in den letzten Jahren zugenommen, vor allem in den USA.

Die Broschüre „Ausblick für 2017“ enthält die detaillierten Prognosen und ist auf Anfrage erhältlich.

Broschüre

Die Broschüre  steht in folgenden Sprachen zur Verfügung:

English
Français
Deutsch
Italiano
Español
Chinese (traditional)
Chinese (simplified)
Russian

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