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Analysen 02.12.2020

Schweizer Small & Mid–Caps: Regelmässige Wertschöpfung

Schweizer Small &  Mid–Caps:  Regelmässige Wertschöpfung

Während der Coronavirus-Krise hat die Schweiz einmal mehr ihre Widerstandsfähigkeit bewiesen, die in der besseren Wertentwicklung der Schweizer Börse und ihres Small- und Mid-Cap-Segments zum Ausdruck kommt. 


Kernpunkte

  • Die pandemiebedingten Geschäftsausfälle kamen unterschiedlichen Schweizer Unternehmen aller Kapitalisierungen zugute, da sie eine Ausrichtung auf langfristige Basistrends aufweisen, die von der Krise beschleunigt wurden.​
  • Das beste Argument für ein Engagement in Schweizer Aktien in einem diversifizierten Portfolio bleibt die anhaltend überdurchschnittliche Ertragsentwicklung dieser Werte, die von ihrer ausgezeichneten Wertschöpfung und ihrem ESG-Profil begünstigt wird.
  • ​Die Schweizer Aktienstrategien der UBP weisen für die letzten 14 Jahre einen beeindruckenden Leistungsausweis und bedeutenden Vermögenszuwachs auf, die einem aktiven, fundamentalen Ansatz sowie weitreichender Expertise und Marktkenntnis zu verdanken sind.

Die Schweiz und Covid-19

Wie in früheren Krisen vermochte die Schweiz dank dem Status des Schweizer Franken als sicherer Hafen und einer Inflation von nur 0,2% (per Ende 2019) die Turbulenzen der vergangenen Monate glimpflich überstehen. Die Unabhängigkeit der Schweizerischen Nationalbank sichert ihr einen Handlungsspielraum frei von politischem Druck. Sie betreibt seit 2015 eine Negativzinspolitik und intervenierte wiederholt am Devisenmarkt, um externe Schocks abzufedern und den Aufwärtsdruck auf den Franken abzuschwächen. Der stabile Bundeshaushalt ermöglichte es dem Parlament, schnell zu handeln und umfangreiche Überbrückungshilfen in Höhe von CHF 57 Millionen Franken zur Unterstützung der Wirtschaft bereitzustellen.

Darüber hinaus entwickelten die Schweizer Banken in enger Zusammenarbeit mit der Regierung ein weltweit viel beachtetes Programm, um den KMU einen erleichterten Zugang zu Darlehen zur Überwindung von Liquiditätsengpässen zu ermöglichen.

In den ersten volatilen Monaten dieses Jahres widerspiegelte die Entwicklung des Schweizer Aktienmarkts das solide Fundament sowohl des Landes als auch seines Geschäftssektors: Im internationalen Vergleich schnitten Schweizer Aktien gegenüber fast allen anderen Börsen am besten ab. Sie konnten nicht nur ihre Abwärtsbewegung in Grenzen halten, sondern auch mit einer hohen Partizipation bei Markthaussen mithalten. Der SPI Extra, der Index der Small und Mid Caps, zeigt seit Anfang Jahr und im historischen Vergleich eine ähnliche Widerstandsfähigkeit gegenüber den wichtigen globalen und regionalen Indizes.

Wertentwicklung der wichtigsten Aktienmärkte (%)

In den letzten paar Monaten wurde an den internationalen Aktienmärkten für den Gewinn pro Aktie für das Jahr 2020 ein Einbruch von etwa -19% prognostiziert. Für 2021 beträgt dieser Wert nun fast +30%. Nach Regionen reicht der Konsens für 2020 von +0% für China bis zu -39% für Grossbritannien und die Eurozone, Derweil veran-schlagen die Analysten für die Schweiz einen vergleichs-weise niedrigen Rückgang um 10%.

Schweizer Unternehmen sind in verschiedenen Sparten Spitzenreiter der Innovation – insbesondere in den medizinischen Technologien. Fast 700 Gesellschaften sind auf dieses Gebiet spezialisiert. Von Big Playern wie Novartis AG, Roche und Lonza über mittelgrosse börsenkotierte Unternehmen wie Tecan, Vifor Pharma und Straumann bis hin zu einigen Privatfirmen.

Im KMU-Segment machten der PC-Zubehör-Spezialist Logitech und der Laborausrüster Tecan einige der grössten Beiträge zur bisherigen Jahresentwicklung des SPI Extra. Auch andere einheimische Unternehmen aus anderen Sektoren und mit unterschiedlicher Börsenkapitalisierung punkteten dank positiven Meldungen.

Langfristige und regelmässige Wertschöpfung

Die Schweiz ist zwar ein kleines Land, siedelt sich aber im internationalen Vergleich an fünfter Stelle im MSCI AC World, mit einer Gewichtung von 3% und einer Marktkapitalisierung von über CHF 1,3 Billionen (Juni 2020) an. Schweizer Aktien weisen meistens eine niedrige Korrelation zu den internationalen Werten auf und profitieren von einer starken einheimischen Währung, die den Anlegern reale Renditen einbringen kann. Viele Sektoren haben sich der Frankenstärke angepasst. So ist die Pharmaindustrie beispielsweise, die einen massgeblichen Anteil der Exporte stellt, von einer hohen Preissetzungsmacht geprägt und reagiert daher weniger empfindlich auf kurzzeitige wirtschaftliche Verwerfungen. Einige Small und Mid Caps sind für ihre internationalen Grosskunden unerlässlich geworden und konnten so ihre führende Marktstellung in ihrer jeweiligen Branche festigen.

Analysemodell des UBP-Teams Aktien Schweiz erfasst wird. Im historischen Vergleich wiesen Schweizer Gesellschaften bis vor kurzem kontinuierlich eine signifikante Überrendite gegenüber anderen Regionen auf. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass sich die Qualität und das Wertgenerierungspotenzial der KMU in jüngsten Jahren verbessert haben, die ihren Niederschlag in der überragenden Wertentwicklung in diesem Zeitraum findet.

Da sich Schweizer Aktien nicht so gut für passive Strategien eignen, und sich letztere auf Large Caps konzentrieren, ist ein aktiver Ansatz der beste Weg, um das bedeutende Wertgenerierungspotenzial von Small und Mid Caps auszuschöpfen. Zudem erhält dieses Segment weniger Beachtung von Sell-Side-Analysten als die Werte im SMI, womit sich für aktive Manager mit der Erfahrung und Expertise des UBP-Teams Aktien Schweiz viele Gelegenheiten bieten, um Alpha zu nutzen.

Im September 2020 wiesen die aktiven UBP-Strategien in Schweizer Aktien – die sowohl als Fonds im UCITS-Format als auch als vertraglicher Schweizer Anlagefonds verfügbar sind – einen über 14-jährigen Leistungsausweis für den Schweizer Vorzeigefonds (seit 30. Juni 2006) und einen über 5-jährigen Leistungsausweis für die Schweizer Small und Mid Cap-Strategie (seit 30. Juni 2015) auf. Beide konnten verglichen zu ihren jeweiligen Benchmarks seit ihrer Auflegung eine hohe und nachhaltige Wertgenerierung erzielen.

Die historische Sektorgewichtung zeigt für beide Strategien eine über die Jahre hinweg konsistente und ausgewogene Aufteilung, während die Titelselektion stets als wichtigster Ertragsfaktor diente. Auf kurze und lange Sicht ist ein funda-mentaler Bottom-up-Anlageprozess zur Erzielung eines über-durchschnittlichen Mehrwerts zentral. Die UBP-Strategien in Schweizer Aktien sind weiterhin gut positioniert, um sowohl kurzfristiges Momentum als auch langfristige Trends zu nutzen, ohne auf Markt-Timing oder themenbezogene Strategien zurückzugreifen.

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